v.l.n.r. Detlef Klett, Fritz-Ulli Pieper, Mareike Gehrmann, Maria Weiers, Dr. Katja Rosa

Die weltweit agierende Anwaltskanzlei berät Unternehmen jeglicher Branchen zum Thema Wirtschaftsrecht. Der Schlüssel zum Erfolg liegt für sie hierbei in der Innovation. Warum die Klischees des anzugtragenden Anwalts und des Mate-trinkenden Startuppers gut zusammen funktionieren und welche Risiken das Business mit sich bringt, erklärten uns die Mitarbeiter von Taylor Wessing Düsseldorf im Interview.

Startup_DUS: Ein Unternehmen wie Taylor Wessing hinterlässt schon beim Hören des Namens Eindruck. Über 1200 Anwälte und mehr als 420 Partner verschaffen Ihnen weltweite Top Unternehmen als Kunden. Warum beraten Sie kleine Startups, die vermutlich nicht direkt den finanziellen Gewinn Ihres Unternehmens steigern?

Natürlich gehören viele internationale Großunternehmen zu unseren langjährigen Mandanten. Das sollte Jungunternehmer jedoch nicht einschüchtern. Unsere Beratungsleistungen sind vielfältig und werden individuell auf die Bedürfnisse unserer Mandanten zugeschnitten. Man darf nicht vergessen, dass viele der heutigen Top-Unternehmen auch als Startupper begonnen haben. Für uns als Kanzlei ist es extrem spannend, an solchen Erfolgsgeschichten beteiligt zu sein. Gleichzeitig halten wir uns mit der Beratung von Startups auf dem neusten Stand der Innovationsschmiede.

Startup_DUS: Kommt es da zu Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Ihnen und den Startuppern? Ich könnte mir vorstellen, dass da manchmal zwei Welten aufeinanderstoßen. Wie gehen Sie damit um?

Sie spielen hier auf ein sicher weit verbreitetes Vorurteil an, dass wir in der täglichen Beratung aber zum Glück zumeist nicht bestätigt finden. Unser Team spricht die Sprache der Startupper und versteht sich auch als Bindeglied zwischen der traditionellen Rechtswelt und der innovativen Unternehmerwelt. Unser Expertenteam besteht aus einer Mischung aktiver Junganwälte und technologiebegeisterter langjähriger Partner und ist darum ein hervorragender Begleiter für die innovativen Startupper. Es bringt nicht nur die notwendige Begeisterung, Vorstellungskraft und den Weitblick mit, sondern auch tiefgreifende Branchenkenntnisse und langjährige Erfahrung in der Gründerberatung. Diese Qualitäten sind notwendig, um Startuppern zu einem erfolgreichen Geschäft zu verhelfen und von Beginn an die richtige Basis zu schaffen.

Startup_DUS: Wie schafft ein Unternehmen es, eine solche Bandbreite an Fachbereichen erfolgreich und ohne Irritationen abzudecken? 

Dank unseres Full-Service-Ansatzes decken wir eine sehr große Bandbreite an Fachbereichen ab und können damit Unternehmensgründern in allen notwendigen Rechtsbereichen beraten. Für die Beratung stellen wir unsere Expertenteams individuell und auf die konkreten Bedürfnisse unserer Mandanten abgestimmt zusammen. Wir sind so aufgestellt, dass wir jederzeit fach- und länderübergreifend schlagkräftig zusammenarbeiten können. Interdisziplinäre Gruppen für bestimmte Geschäftsbereiche wie FinTec, HealthTec oder Games helfen uns dabei.

Startup_DUS: In der Startup-Woche berät Taylor Wessing die Teilnehmer zum Thema Risikoabsicherung. Kann man sich wirklich gegen alles absichern oder muss man manche Risiken auch in Kauf nehmen?

Das Leben an sich ist ein Wagnis – zum Glück, wie wir finden, wo bliebe sonst die Spannung. Eine hundertprozentige Absicherung gibt es nicht. Mit Blick auf die rechtliche Risikoabsicherung von Unternehmen kommen wir jedoch sehr nah heran. Unsere Experten können, nicht zuletzt aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und ihrer Branchenkenntnisse, Risiken sowohl für Startupper als auch für Investoren aufzeigen und Lösungen anbieten. Natürlich haben wir keinen Einfluss auf den kommerziellen Erfolg, jedoch können wir den Weg ebnen und dabei unterstützen, typische Fehler zu vermeiden. Im Rahmen der Startup-Woche möchten wir dazu einige wichtige Fragen mit unseren Gästen diskutieren und Lösungen vorstellen.

Startup_DUS: Wie bewerten Sie die im Startup-Business oft so angepriesene Romantik des Scheiterns? 

Im Gegensatz zu den USA, wo Scheitern nicht als Versagen, sondern als Chance gesehen wird, besser zu werden, haben sogenannte „Failure Partys“ in Deutschland noch wenig Einzug gehalten. In Deutschland legt man Wert auf Sicherheit. Viele derer, die sich gerne mit einer Idee selbstständig machen würden, verzichten aus Angst vor Misserfolg und dem Verlust von Ansehen, Ruf und Geld. Darum bleiben viele Innovationen und Ideen verborgen. Andererseits ist der Wunsch nach Sicherheit absolut nachvollziehbar und spielt natürlich auch in unserem beruflichen Alltag eine sehr große Rolle. Wir bei Taylor Wessing versuchen darum, Startuppern und Investoren so viel Sicherheit wie möglich zu geben, um Ideen die Möglichkeit auf Erfolg zu bieten.

Startup_DUS: Ihr Unternehmen setzt auf teambildende Maßnahmen. Was gehört dazu und warum ist das für ein Unternehmen wichtig? Was davon würden Sie Ihren Kunden weitergeben wollen?

Zu unserer täglichen Arbeit gehört die fach- und länderübergreifende Zusammenarbeit. Damit dies auch funktioniert ist ein gutes Gemeinschaftsgefühl wichtig. Vom Schnack an der Kaffeetheke über regelmäßige Fachtreffen bis hin zu gemeinsamen sportlichen Aktivitäten setzen wir auf ständigen Austausch. So entsteht unser Zusammengehörigkeitsgefühl, das sich positiv auf alle Bereiche unserer täglichen Arbeit auswirkt. Unser Rat: Nehmt euch Zeit füreinander und tauscht euch aus, auch wenn es stressig ist. Die Zeit muss sein! Ein persönlicher Austausch, per Telefon, Skype, in Digital Workplaces oder auch persönlich ermöglicht eine erfolgreiche und fruchtbare Zusammenarbeit und beugt internen Konflikten vor. Zudem hält man sich hiermit gegenseitig immer auf dem neusten Stand.

Startup_DUS: Zum Schluss möchte ich noch auf den Standort Düsseldorf zu sprechen kommen. Taylor Wessing hat Büros auf der ganzen Welt. Was zeichnet den Unternehmensstandort in Düsseldorf aus? 

Mit unserem Büro an der Benrather Straße, direkt neben dem Carlsplatz, befinden wir uns nicht nur im Herzen von Düsseldorf, sondern sitzen auch mitten im Geschäfts- und Finanzzentrum, sozusagen „am Puls der Zeit“. Immer mehr Investoren und auch junge Unternehmer lassen sich in unserer Landeshauptstadt nieder. Gleichzeitig ist Düsseldorf durch die wirtschaftlich bedeutende Rhein-Ruhr-Region und das industriegetriebene Umland Sitz zahlreicher börsennotierter nationaler und internationaler Unternehmen. Dieser Mix aus Bestehendem und neuen Impulsen macht den Unternehmensstandort Düsseldorf besonders spannend. Wir freuen uns, dass die Startupper-Szene in Düsseldorf und Umgebung seit Jahren immer größer wird und wir unsere langjährigen Erfahrungen aus den klassischen Hotspots Berlin, London und Silicon Valley auch hier einbringen können.

Veranstaltungen von Taylor Wessing während der Startup-Woche:

9.5.2017: Legal Stuff – Risikoabsicherung

10.5.2017: Legal Stuff – Tech Meets Law

11.5.2017: Legal Stuff – Mitarbeiterbeteiligungen

Taylor Wessing Deutschland